Profildarstellung unserer Fachklinik für Geriatrie

Behandlungsschwerpunkte

Zu der wichtigsten Aufgabe einer geriatrischen Klinik gehört es, im diagnostischen Bereich beeinflussbare Ursachen der Pflegebedürftigkeit zu erkennen. Da hierfür bestimmte diagnostische Voraussetzungen erfüllt sein müssen (Stichwort Geriatrisches Assessment), sollte diese Aufgabe geriatrischen Einrichtungen überlassen werden. Die Bewahrung der körperlichen und sozialen Selbständigkeit, letztendlich die Erreichung eines hohen Lebensalters bei psychophysischem Wohlbefinden, steht im Mittelpunkt der therapeutischen Intentionen.

Die Selbstversorgungsfähigkeit eines Patienten ist aber nur bedingt abhängig von einer bestimmten Erkrankung bzw. der Kombination verschiedenster Einzelstörungen. Deshalb setzt die Indikationsstellung für eine geriatrische Intervention in erster Linie die exakte Überprüfung der Eigenversorgungsfähigkeit voraus. So gehört jeder Patient, bei dem, aus welchem Grunde auch immer, diesbezüglich eine Einschränkung feststellbar ist, in eine geriatrische Klinik.

Ungeachtet dieser wichtigen Grundsätze fallen in diesem Zusammenhang bei älteren Patienten bestimmte Diagnosen besonders ins Gewicht. Dazu zählen z.B. der apoplektische Insult, Frakturen, insbesondere nach Sturzereignissen (letztendlich unabhängig von der Lokalisation), degenerative Gelenkerkrankungen, leichte bis mittelschwere Demenzen und Erkrankungen mit deutlich verzögerter Rekonvaleszenz. Ebenfalls sind Krankheitszustände, die einer Hilfsmittelversorgung bedürfen, in geriatrische Krankenhäuser einzuweisen. Zum einen, um die entsprechende Notwendigkeit der Verordnung zu überprüfen, aber auch ein entsprechendes Training durchführen zu können.