Die Geschichte unseres Hauses

Älteste Ansicht des Krankenhauses von 1905Die Geschichte des St.-Elisabeth-Krankenhauses begann mit der 1. Grundsteinlegung am 1. Juni 1905. Das Krankenhaus wurde aus dem christlichen Auftrag – Kranke heilen und Glauben verkünden – gegründet.

Bereits 10 Jahre vorher gab es in der Gemeinde den Wunsch nach einer Schwesternstation mit einer Kindertagesstätte sowie einer Näh- und Kochschule. Zur Errichtung eines solchen Hauses legte man 1891 einen Fond an, in den Spenden eingezahlt werden konnten (zu Gunsten einer Kinderverwahr- bzw. Krankenanstalt). Eine Typhusepidemie im Sommer 1902 verstärkte den Wunsch nach einem Krankenhaus.

Gruppenbild des Schwesternkonvents auf dem Jahre 1949Die katholische Kirchengemeinde „Mariä Geburt” als Eigentümer des Krankenhauses übertrug die Leitung den Franziskanerinnen von Olpe. Aus dem Mutterhaus reisten am 29. Mai 1905 vier Ordensschwestern an. Sie sollten eine Kindertagesstätte gründen und jungen Menschen das Nähen und Kochen lernen. Ihre primäre Aufgabe bestand aber darin, für arme, kranke und alte Menschen zu sorgen und ihnen Hilfe und Pflege an Leib und Seele zuteil werden zu lassen, sowie sie auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten.

Die Arbeit der Schwestern wuchs infolge des Zugangs an Invaliden ständig. So sah sich das Mutterhaus in Olpe veranlasst, weitere Schwestern zu schicken. Im Jahre 1910 waren bereits sechs Ordensschwestern im Krankenhaus tätig.

Das Krankenhaus als Kriegslazarett im 1. WeltkriegAls 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, musste das Krankenhaus als Vereinslazarett des Reservelazaretts Göttingen eingerichtet werden. In aufopferungsvoller Weise pflegten die Schwestern die Opfer dieses Krieges bis zum Jahre 1918.

Als sich das Krankenhaus als zu klein erwies, wurde es 1928 durch einen Anbau auf 45 Betten erweitert. Bis 1943 diente das Krankenhaus auch betagten Menschen als Altersruhesitz. Entsprechend des steigenden Bedarfs entschloss sich die Katholische Kirchengemeinde in den 60er Jahren, die Bettenkapazität durch Um- und Ausbauarbeiten auf die noch heute bestehende Anzahl von 75 zu erhöhen.

Das Krankenhaus nach dem Erweiterungsbau von 1928Der Träger des Krankenhauses beantragte 1990 beim Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit die Genehmigung zur Umstrukturierung in eine Fachklinik für Geriatrie. Die Bewilligung wurde zum 1. Januar 1994 gegeben. Somit waren wir die erste geriatrische Einrichtung im Freistaat Thüringen.

Zum 1. Januar 1998 übertrug die Katholische Kirchengemeinde mit Wirkung vom 1. Januar 1998 die Rechtsträgerschaft des St.-Elisabeth-Krankenhauses auf die Stiftung „St. Johann Nepomuk” in Erfurt, welche eine katholische Stiftung unter dem Dachverband der Caritas ist. Im selben Jahr konnte auch der 1. Bauabschnitt der neuen geriatrischen Fachklinik fertiggestellt werden.

Das St.-Elisabeth-Krankenhaus im Jahre 2002 Die Stiftung gründete zum 01.01.2002 die Katholische Hospitalvereinung Thüringen gGmbH mit den Betriebsstätten St.-Johann-Nepomuk-Krankenhaus Erfurt und unserem Krankenhaus in Lengenfeld.

Seit 1996 ist unsere Fachklinik Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft für geriatrische Einrichtungen und stellt sich dort dem Vergleich und Erfahrungsaustausch mit anderen geriatrischen Häusern. Behandlungsschwerpunkte sind neben dem Schlaganfall auch Patienten mit Zustand nach Gelenkersatzoperationen, Frakturen und allgemein erkrankte Patienten, die einer intensiven Mobilisation bedürfen.

Das St.-Elisabeth-KrankenhausAm 18. November 2004 wurde der 2. Bauabschnitt eingeweiht. So fanden die Gesamtbaumaßnahmen ihren Abschluss.
Zum Wohl der Patienten arbeiten Ärzte, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeiter und eine Diätassistentin eng zusammen. Dieses Team wird ergänzt durch Mitarbeiter in den Bereichen Diagnostik, Labor, Küche, Hauswirtschaft, Technik und Verwaltung.